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Im Frühjahr des Jahres 1946 kam der damaligen sportbegeisterten Stirner Jugend die Idee, sich zu einem Verein zusammenzutun. Die damalige Militärregierung und der Verband erteilten prompt die erforderliche Lizenz. Am 7. 7. 1946 fand die erste Generalversammlung statt. Zu dieser erschienen 49 Wahlberechtigte. Gewählt wurden: 1.Vorstand Fritz Hoffmann, 2. Vorstand Karl Rein, Kassier Kurt Apitius, Schriftführer Josef Regler.
Es bestand nun zwar ein Verein mit einer gewählten Vorstandschaft, jedoch mußten noch Ball, Schuhe und Trikots besorgt werden. Die alten Sportkameraden unter uns werden sich sicher noch daran erinnern können, unter welchen Entbehrungen und mit wieviel Mühsal dieses Vorhaben verwirklicht wurde. Mit Naturalien, die teilweise erst zusammengebettelt wurden, konnten Schuhe, Trikots und ein Ball angeschafft werden. Zu den Spielen fuhr man noch mit dem Fahrrad oder man ging auf Schusters Rappen. Später fuhren die Fußballer mit Lastwagen, die teilweise noch mit einem Holzvergaser ausgestattet waren. Erst nach und nach konnte man sich motorisieren. Es wurde auch ab und zu ein Bus benutzt. Heute geht das problemlos, da jeder ein eigenes Fahrzeug besitzt.
Die Mitgliederzahl von ehemals 49 Personen rutschte zwischenzeitlich unter das vorgeschriebene Limit ab. Um den Verein trotzdem aufrecht erhalten zu können, wurden kurzerhand Frauen aufgenommen. Danach stieg die Mitgliederzahl stetig an und erreichte ihren heutigen Stand von 248 Personen.

Die erste Stimer Fußballmannschaft aus dem Jahre 1946 mit Willi Landshut, Anton Metzger, Rudi Budney, Günther Kaiser, Leo Adam, Wenz Wirtele, Franz Maurer, Willi Bachmann, Konrad Gerstacker, Michael Kahn, Michael Fuchs, AlfredAdam, Heinz Meier und Ludwig Czerny.

In den 50er-Jahren stellte man eine zwölfeckige Holzbaracke auf, die gleichermaßen als Umkleide- wie auch als Verkaufsraum diente. Ein Erdloch hinter dem Verkaufsraum wurde als Kühlung für die Getränke benutzt. Die Spieler wuschen sich in einer Zinkwanne vor dem Häuschen. Um den steigenden Ansprüchen gerecht zu werden, erbaute man im Jahre 1961/62 das zweite Sportheim. Es enthielt zwei Umkleideräume, einen kombinierten Dusch- und Waschraum. Im Anschluß daran erstellte man einen Geräteschuppen, mit einer Abteilung für ein Aggregat. Für die menschlichen Rührungen stellte man hinter den Schuppen ein zweigeteiltes Bretterhäuschen auf. Natürlich mit Herzchen in der Tür. Um eine Waschgelegenheit zu schaffen, wurde neben dem Sportheim ein Brunnen gegraben und mittels einer Motorpumpe das Wasser in die Leitungen gepumpt. Zum Waschen diente kaltes Wasser. Später legte sich der Verein Propangasbehälter zu, der dann für warmes Wasser sorgte. Gaslampen sorgten für Licht im Sportheim.
Dann wurde der Sportplatz mit einer Umzäunung versehen. Die einzelnen Pfosten wurden zu einem Stückpreis von 12 Mark von der Bevölkerung sowie den Mitgliedern gekauft. Als Zeichen des Erwerbs wurde der Name des Käufers in einem Messingschild eingraviert, das am Kopf der Säule befestigt war. Die Namen sind noch heute zu lesen. Der Sportplatz erhielt eine Dränage, da, bedingt durch den lehmigen Untergrund, das Regenwasser nicht mehr von der Spielfläche ablief. So mußten nach einem Regenguß selbst im Sommer die Spiele abgesagt werden. Weiterhin wurden zum Heizen des Sportheimes Olöfen angeschafft. Die Zufahrtswege zum Sportplatz wurden durch Vermittlung des Ortssprechers befestigt bzw. geteert. Im Jahre 1972, ein paar Wochen vor der Eingemeindung nach Pleinfeld, wurde auf Betreiben des Vorstands Hoffmann der Sportplatz von der Gemeinde Stirn käuflich erworben. Seitdem befindet sich der Platz im Eigentum des Vereins.
Um ein regelmäßiges Training gewährleisten zu können, wurden erst zwei, später nochmal zwei Flutlichtmasten aufgestellt. Gespeist wurden sie von einem Aggregat. Gleichzeitig wurde auch das Sportheim mit Strom versorgt. Als im Zuge der Flurbereinigung der Sportplatz in Ortsnähe verlegt werden sollte, scheiterte dieses Vorhaben am fehlenden Weitblick der FIurbereinigungsführung. Da der Sportplatz nicht verlegt werden konnte und die Wasserversorgung keineswegs optimal war, mußte man nach anderen Alternativen suchen. Durch die lobenswerte Unterstützung des Wasserzweckverbandes Röttenbach-Mühlstetten-Stirn wurde auch dieses Problem gelöst. Es wurde eine 1,2 km lange Leitung von Stirn zum Sportheim gelegt. 1973 kam ein großer Gastank hinzu. Ein Gasboiler sorgte nun für Warmwasser.

Das zweite SC-Sportheim: Anfang der 60er-Jahre entstand diese kleine Vereinsherberge.
Bedingt durch die sanitären Mißstände und der räumlichen Enge plante und baute man schließlich ein neues Sportheim. Das vorhandene Gebäude wurde durch einen Anbau erweitert. In diesem sind zwei große Umkleidekabinen, ein Duschraum sowie ein Heizraum mit zwei Gasboilern untergebracht. Des weiteren befindet sich die Schiedsrichterkabine sowie ein Damen- und Herren-WC in dem Gebäude. Im alten Gebäude wurde ein Verkaufs- und Aufenthaltsraum eingerichtet. Bei all den Baumaßnahmen verlor man nie den so bitter benötigten Stromanschluß aus den Augen. Nach Erstellung eines Kostenvoranschlages hätte dieses Projekt dem Verein 40000 Mark gekostet. Diese Summe war unerschwinglich. Doch durch Einschaltung aller verfügbaren Beziehungen gelang es im Jahr 1986 die elektrische Stromversorgung vom Trafohaus in Hohenweiler an das Sportheim heranzuführen. Begünstigt wurde dieses Projekt durch die Teilnahme des Schützenvereins sowie der finanziellen Hilfe durch die Gemeinde. Um ohne Darlehen über die Runden zu kommen, wurde eine Baustein-Aktion ins Leben gerufen. Dadurch erhielten wir ein zinsloses Darlehen von den Mitgliedern. Die meisten Mitglieder verzichteten dann auch noch auf die Rückzahlung und so wurde das Darlehen in eine Spende umgewandelt.
Auch das seit 1980 alljährlich veranstaltete Waldsportfest konnte sehr zur Finanzierung der Baumaßnahmen beitragen. Inzwischen ist das Waldsportfest in Verbindung mit einem Pokalturnier schon zur Tradition im Verein geworden. Im Jahr 1984 begann der Bau eines zweiten Sportplatzes, der von der Gemeinde zur Verfügung gestellt

Aus alt und klein mach neu und groß: Das Stirner Sportheim während der Erweiterungsarbeiten ...
wurde. 1987 wurde der neue Platz und das nun fertiggestellte Sportheim eingeweiht. Das Einweihungsspiel gegen den damaligen Landesligisten Südwest Nürnberg endete mit einem beachtlichen 2:2. Kein Wunder, denn die damals äußerst starke erste Fußballmannschaft hatte im selben Jahr mit dem Bezirksliga-Aufstieg den größten Erfolg der Vereinsgeschichte eingefahren. Ebenfalls 1987 wurde eine neue Satzung eingeführt, um als gemeinnütziger Verein anerkannt zu werden. Die folgenden Jahre trugen zur weiteren Konsolidierung des Vereins bei, so daß sich der SC Stirn an seinem 50. Geburtstag als finanziell gesunder Sportclub präsentiert.
Erwähnenswert ist aus der jüngeren Vergangenheit vor allem die Installation eines Telefonanschlusses im Sportheim (1993). Ein Jahr vorher war aufgrund mangelnden Interesses der Versuch gescheitert, eine Tennisabteilung ins Leben zu rufen. Schöne Erlebnisse haben auch stets die Vereinsausflüge mit sich gebracht. U. a. gab es in den Jahren 1990 und 92 eine Renaissance des Austausches mit Ingersleben in Ostdeutschland.

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